Damenfußball: SG Bad Homburg/Köppern zieht nach Verlängerung ins Viertelfinale des Regionalpokals ein

Achtelfinale Regionalpokal: 25.09.2017

SG Bad Homburg/Köppern – FSG Fauerbach/Gambach   3:2 n.V.

Im Achtelfinale des Regionalpokals gegen den Gruppenliga-Dritten FSG Fauerbach/Gambach war die SG Bad Homburg/Köppern nach in der Liga zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen Außenseiter, doch der Pokal hat bekanntermaßen seine eigenen Gesetze.

Auf dem Köpperner Kunstrasen legten die Gastgeberinnen furios vor: Schon nach 2 Minuten fand Malwine Lenz per Diagonalpass Stefanie Löw, die im 16er nur knapp von der Gäste-Torfrau Jama Dombach am Abschluss gehindert werden konnte. Keine drei Minuten später schickte Thitichaya Sangsri Lisa Uppenkamp steil. Diese enteilte der Abwehr und scheiterte erst an der Fußabwehr der Fauerbacher Torfrau. Als Fauerbach anschließend das Spiel neu aufbauen wollte, lief Lisa Uppenkamp die überraschte Fauerbacher Torfrau an, doch der Presschlag ging knapp am Tor vorbei. Nur drei weitere Minuten später folgte die nächste Großchance, als Thitichaya Sangsri einen Rückpass ablaufen und die Fauerbacher Torfrau überwinden konnte. Aus spitzem Winkel entschied sich Sangsri für den Querpass auf die zentral mitgeeilte Lisa Uppenkamp, deren Abschluss auf das leere Tor jedoch noch durch die Fauerbacher Abwehr verhindert werden konnte. Fauerbach war beeindruckt, blieb aber stets mit ihren schnellen Spitzen gefährlich. Mit vereinten Kräften vermochte die SG-Abwehr die überwiegende Mehrheit der Angriffe zu neutralisieren. In der 28. Minute leitete Rebecca Rensinghoff nach souveräner Klärung eines Angriffs eine weitere Chancenreihe ein: Per weitem Pass schickte sie Malwine Lenz auf die gegnerische Grundlinie, wo ihre Flanke zur Ecke geklärt wurde. Diese brachte sie selbst gefährlich vors Tor, wo Sina Wasmus im Getümmel eher am Ball war, das Tor aber knapp verfehlte. Die vergebenen Torchancen rächten sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Bei einem Steilpass zögerte die ansonsten souveräne SG-Torfrau Jessica Büchner beim Herauslaufen und wurde so durch die anstürmende Katarina Pejic zum unverdienten 0:1 überwunden.

Nach der Halbzeitpause deutete sich an, dass Rebecca Rensinghoff aufgrund muskulärer Probleme nicht weiterspielen konnte, und wurde in der 49. Minute durch Theresa Bannert ersetzt. Die SG nahm den Kampf gegen die robust spielenden Fauerbacher gut an und musste doch fast das 0:2 hinnehmen, als Fauerbach in der 63. Minute den Innenpfosten traf und die Stürmerin den Abpraller verwandelte; doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Auf der Gegenseite verfehlte Thitichaya Sangsri per Kopf nach Ecke von Natalie Paul nur knapp das Tor. Die SG stemmte sich nun mit aller Kraft gegen das drohende Ausscheiden und kam zu weiteren Chancen. Nach einem Foul an Stefanie Löw kam Thitichays Sangsri zu einem sehenswerten Freistoß, doch die Fauerbacher Torfrau parierte. In der 72. Minute kam Anja Falkenstein für Lisa Uppenkamp ins Spiel und hielt weiter den Druck auf das Fauerbacher Tor aufrecht. Als sich die letzten 10 Minuten näherten rief Trainer Harald Torsiello zur Erhöhung des Risikos auf, was sich bezahlt machte: Bei einem Offensivausflug konnte Sina Wasmus den Spielaufbau der Fauerbacher im Ansatz unterbrechen und den Ball auf die ebenfalls aufgerückte Malwine Lenz legen, welche eine gefühlvolle Flanke in den 16er brachte, wo Thitichaya Sangsri gekonnt per Kopf zum 1:1-Ausgleich einnetzte! Nun hatte die SG Oberwasser: In der 82. Minute konnte die Fauerbacher Abwehrspielerin die auf außen enteilte Malwine Lenz nur noch per rüdem Foul stoppen. Die Gefoulte selbst brachte den Freistoß präzise vor das Tor, wo Stefanie Löw am höchsten stieg und per wuchtigem Kopfball zur 2:1-Führung traf! Jetzt ging Fauerbach seinerseits volles Risiko, doch die Führung der SG hielt. In der 87. Minute kam Laura Buhl für Ann-Kathrin Bannert ins Spiel, die bis dahin eine starke Partie bestritten hatte. Die SG hielt tapfer gegen den Ansturm der Fauerbacher – bis zur 89. Minute, als die SG eine letzte Ecke zulassen musste. Fauerbach warf alles nach vorne und erneut Pejic traf per Kopfball zum 2:2-Ausgleich. So ging die Partie in die Verlängerung.

Die Verlängerung begann mit einem Paukenschlag: Ein Foul in halbrechter Position 25 Meter vor dem Tor der Fauerbacher brachte in der 93. Minute einen Freistoß – Stefanie Löw trat an – und traf per Kracher an die Unterlatte zur 3:2-Führung für die SG! Fauerbach haderte mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und das Spiel wurde noch ruppiger. Nach einem Foul musste Natalie Paul behandelt werden und musste humpelnd auf das Feld zurückkehren, da die SG das Wechselkontingent aufgebraucht hatte. Die SGlerinnen kämpften um jeden Ball, hielten auch in der zweiten Halbzeit die knappe Führung und erreichten so hochverdient das Viertelfinale des Regionalpokals.

Im Viertelfinale trifft die SG Bad Homburg/Köppern am 04.10.2017 auf den 1. FC Mittelbuchen. Bericht von CH