Damenfußball: Routinesieg in Niederrad

26.09.2015: SC Weiß-Blau Frankfurt : SG Bad Homburg/Köppern I   1:6

 

Gegen Liganeuling Blau-Weiß Frankfurt kam die SG Bad Homburg/Köppern zu einem verdienten Auswärtssieg in Frankfurt-Niederrad. Noch vor Spielbeginn jedoch der erste Schock: Beim Warmmachen knickte Rebecca Rensinghoff unglücklich um und konnte nicht auflaufen. Von der Bank sah sie zu, wie die SG von Beginn an druckvoll agierte und sich die ersten Chancen erarbeitete. Erst köpfte Nele Nielsen eine Laura Schneider-Ecke knapp neben das Tor (5. Minute), dann konnte Lucia Frau Tascon einen abgefangenen Abschlag nicht mehr verwerten (7. Minute). Bereits in der 10. Minute musste zu allem Überfluss Luisa Mellinghof nach einem Pressschlag vom Platz humpeln, woraufhin Theresa Schnurbus nach ihrer Verletzungspause zurückkehrte und die für Rebecca Rensinghoff in die Startelf aufgerückte Selma Graf auf die Libero-Position wechselte. Unbeeindruckt vom Verletzungspech gelang der SG dann in der 12. Minute das verdiente 0:1, als Annika Hopp der gegnerischen Torhüterin im Strafraum den Ball abluchsen und an Lucia Frau Tascon weiterleiten konnte, die per Kullerball verwandelte. Ein Kopfball-Eigentor durch die von Rebecca Rüdelstein bedrängte Frankfurterin Sabine Abdulahi nach Ecke Laura Schneider baute in der 22. Minute den Vorsprung auf 0:2 aus. In der Folge erarbeitete sich Theresa Schnurbus und Nele Nielsen nach Vorlagen von Rebecca Rüdelstein und Malwine Lenz weitere Chancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. So blieb es bis zur Halbzeit bei der vergleichsweise knappen 0:2-Führung.

Da man sich gegen den Liganeuling mehr erhofft hatte, ging die SG mit einigen guten Vorsätzen in die zweite Hälfte. Der erhöhte Aufwand wurde recht schnell belohnt: In der 48. Minute fand eine weitere von Laura Schneider getretene Ecke den Kopf von Rebecca Rüdelstein, die zum 0:3 einnicken konnte. Nele Nielsen verwandelte in der 57. Minute einen Rückpass von Laura Schneider zum 0:4. Als Schwachpunkt der Weiß-Blauen hatte man mittlerweile Ecken und Standardsituationen ausgemacht. So gelang Laura Schneider in der 66. Minute ihre insgesamt dritte Torvorlage nach Eckball: Nele Nielsen bedankte sich mit dem 0:5. Kurz darauf verletzte sich die gegnerische Torhüterin, bis dato beste Spielerin auf Seiten der Gastgeber, als sie nach einem hohen Ball umknickte und nicht weiterspielen konnte. In der Folge kam auch Rebecca Rüdelstein zu ihrem zweiten Treffer, indem sie einen direkten Freistoß aus 25 Metern zum 0:6 einnetzte (73. Minute). 2 Minuten später war es einer der wenigen Konter, der zum Tor für die Gastgeber führte: die SG-Abwehr ließ eine Flanke zu, die Abdulahi per Kopfball zum 1:6 verwertete und so ihr Eigentor aus der ersten Halbzeit wettmachte. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Abpfiff.

Alles in allem ein auch in der Höhe verdienter Sieg, der noch höher hätte ausfallen können, wenn die Chancen in der ersten Halbzeit konsequenter genutzt worden wären. Bericht CH